No. 2

No2

Heut nicht, morgen nicht,

denke ich

 und wünsch’s mir nicht.

Und tu es doch,

denn ich hoff es noch.

Aber nichts Besonderes,

noch Spezielles,

ich nehm’s wie’s kommt,

glaube nicht an Schicksal

und dennoch fügt es sich,

mag es Zufall sein

oder nicht.

I don’t care.

Bin auf jeden Fall gespannt

wie ein Regenschirm

wohin es geht

und mit wem.

Es könnt noch viel geschehn.

Ich freu mich drauf,

lauf Forrest, lauf!

Man kommt nicht so leicht

an die Juwelen ran,

selbst wenn man sie findet

dann und wann.

 

Zwei Stimmen in meinem Kopf

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In meinem Kopf
Da sind zwei Stimmen.

Die eine sagt zum Beispiel:
Das Leben ist ein schlechter Scherz,
Also tu doch was du willst.
Ihr schenke ich wenig Gewicht.

Die andere sagt:
Mein Leben hat Sinn,
Deshalb folge ich
Unbeirrt meinen Idealen.

Dass ich zwei Stimmen in meinem Kopf habe,
Ist aber nicht weiter schlimm.
Nein, beide sind sogar essentiell.
Auch die zweifelnde Stimme hat ihre Notwendigkeit.

Sonst würde es unbeirrt einen Weg entlang gehen,
Der gar nicht der Richtige ist.

Ode an eine bessere Welt

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In einer Welt in der ich täte, was ich wollte
und immer wollte, was ich täte,
dort würd ich essen, mehr als ich sollte,
und dazwischen, keine Rede,
würd ich Sport machen…
oder zocken.

Es gäb nur Sonnenschein,
doch keine Hitze.
Ich hätt nen Fernsehsender,
wo ich machte Witze,
so ne Stunde am Tag.

(Zur Arbeit würd ich immer radeln,
denn Eis und Schnee gäbs nur im Nachbarsort.
-> Schlittenfahrn also nur dort.)

In meiner Welt da wärn die Leute
nicht ganz so engstirnig, monoton und kleinkariert!
Da würde jeder erst im eignen Keller
Leichen suchen, bevor er es bei andern tut.

Da würde man nicht alle messen
an dem was sie leisten oder an Facebook Likes.
Vielmehr würde man wohl dran denken,
dass jeder einzigartig und wertvoll ist.

Außerdem würd jeder endlich raffen,
dass er mit jedem Tag
die Welt schlechter macht, als sie sein könnte,
weil er nicht dran denkt,
wo sein Müll landet,
dass Wasser nur begrenzt auf Erden ist,
dass wir hier leben im Überfluss,
und zwar durch nichts als Zufall,
während es anderswo an ALLEM mangelt,
dass das was wir Probleme nennen,
oft schlichtweg lächerlich ist,
Schall und Rauch, Windhauch.

Alles wird mit Füßen getreten,
Natur, Mensch und Tier.
und größtenteils nur deswegen,
weil nur wenige sich Gedanken machen.
Der große Teil läuft mit,
und denkt nicht nach,
ob das was immer war,
vielleicht gar nicht sein darf.
Ja klar, Tiger essen auch Fleisch.

Je mehr ich mir das überlege,
desto utopischer erscheint mir
die Welt, die ich zeichne
und wütend werd ich.
Wütend darüber, dass die meisten
die Welt so viel anders sehen als ich.

Ich bin müde

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Ich bin müde

super müde

weiß nicht, wann das aufhören wird

wenn ich heute

nach hinten schaue

seh ich, dass das Leben nicht einfacher wird

Ich bin müde

super müde

und dabei hab ich viel weniger am Start

als andre Leute

die viel mehr stemmen

das Leben ist für die nicht weniger hart

Ich bin müde

super müde

ich weiß nicht, soll das vielleicht so sein

doch dass mein Körper

sagt: Alte penn mal

wird doch wohl nicht ein Fehlalarm sein

Ich bin müde

super müde

dabei hab ich noch nicht mal die Hälfte realisiert

da gibt es Dinge

die da noch rumliegen

und nichts davon ist auch nur ein bisschen sortiert

Ich bin müde

super müde

ich nehm mir jetzt mal die Zeit das auszukuriern

das wird wohl länger

dauern als sollte

doch ich hab kein Bock unnötig früh abzuschmiern

Ich bin müde, super müde,

zugegeben es ist Freitag.

Ode an die moderne Welt

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Ich habe keinen Bock so unverstanden
unter Druck gesetzt zu werden.

Hab keinen Bock mein ganzes Leben
wegzugeben,
weil es der Zeitplan sagt.

Wohin führt dieses Schreien und Rennen?

Was davon ist es wert es Leben zu nennen?

Wer von uns kann wirklich tun, was er mag?

Und selbst wenn das der Fall ist,
dann verdirbt uns alles Umrandende den Tag.

Der Himmel

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Es kräht der Himmel blau,
die Sonne scheint schon lau
den Baumwipfeln entgegen.

Und wie es mich erhellt,
die Farben dieser Welt,
ein einzges Wunderleben.

Doch gestern Wolken hangen,
und alles ließ mich bangen,
was immer es auch war.

Das Heut lässt nicht vergessen,
doch lässt es mich neu wissen,
ein Morgen gibt es auch.